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© 2018 Caroline Filger, Bad Tölz

Wie läuft ein Waldachtsamkeitstraining ab?

Aktualisiert: 31. Okt 2018

Während eines Waldachtsamkeitstrainings kann viel passieren obwohl nicht viel gemacht wird. Wir legen keine großen Entfernungen zurück (bei einem zwei Stunden Kurs maximal 2-3 Kilometer). Wir treten in Kontakt mit der Umwelt, tauschen uns mit der Gruppe aus und lassen uns auf Sinneseindrücke ein, völlig ohne Absicht.


Wie genau kann man sich also so ein Training vorstellen? Wir beginnen meist mit einer Atemübung um im Wald richtig anzukommen. Wir spazieren langsam und suchen verschiedene Orte auf wo wir Übungen durchführen. Diese Übungen sind gedacht all unsere Sinne anzuregen. Das Hören, das Riechen, das Schmecken, Sehen, Tasten und unser Gleichgewichtssinn werden angesprochen.


Ein Training läuft nie gleich ab, es ist von vielen Faktoren abhängig. Der Wald und seine individuelle Atmosphäre (heller Laubwald, schattige Fichten, warme Kiefern), auch innerhalb eines Waldes gibt es verschiedene Atmosphären (Lichtungen, dichtes Unterholz, moosbewachsene Flächen usw.). Außerdem spielt das Wetter und die Gruppendynamik eine große Rolle, uvm. Bei unseren Trainings gehe ich auf jede Gruppe individuell ein und richte mich nach ihren Bedürfnissen. Mal ist die Stimmung kontemplative und die Teilnehmer brauchen mehr Zeit für sich. Ein anderes mal ist die Stimmung angeregt und wir führen spannende Gruppenübungen aus, worüber wir uns im Anschluss austauschen.

Was alle Trainings vereint ist die Grundhaltung der Achtsamkeit, denn alles was wir dabei tun, machen wir:

• bewusst

• absichtslos

• gegenwärtig

• offen

• akzeptierend


Die Achtsamkeitstrainings erreichen Ziele wie Entspannung, Selbsterkenntnis und Wohlbefinden nicht auf direktem Weg. Wir lassen uns treiben und üben uns darin, uns von Absichten zu befreien denn nur so können wir das Wesentliche auch wahrnehmen.

"In der Achtsamkeitsarbeit ist es hilfreich, einen Unterschied zu machen zwischen einem absichtlichen Tun, das keinen Aufwand erfordert und rasch wieder in den Hintergrund tritt, und einer Absichtlichkeit, die im Vordergrund bleibt oder immer wieder nach vorne drängt." ¹

Hier ein Übungsbeispiel aus der Waldachtsamkeit: Blindes Fühlen.



¹ Quelle: S. 33, Achtsamkeit in der Natur. Michael Huppertz & Verena Schatanek.