• Instagram Logo Waldbaden
  • Facebook Icon Waldachtsamkeit
  • LinkedIn Waldachtsamkeit Logo

© 2018 Caroline Filger, Bad Tölz

Basteln mit Gießharz - Do's and Don'ts

Aktualisiert: 16. Nov 2018

Basteln, kreatives Arbeiten, Kochen, Backen. Diese Dinge tue ich gerne, wenn ich mir Zeit für mich nehme. Es gibt mir eine enorme Befriedigung die Dinge in der Hand zu halten, woran ich lange und mit viel Liebe gearbeitet habe. Der Arbeitsprozess selber ist für mich wie Meditation, ich verliere mich in der Tätigkeit und vergesse die Welt um mich herum.


Bei all meinen Spaziergängen im Wald komme ich selten mit leeren Händen nach Hause. Manchmal ist es was fürs Abendessen, öfters allerdings Material zum basteln. Durch Pinterest bin ich kürzlich auf Gießharz bzw. Resin gestoßen und war so fasziniert, dass ich mir prompt im Internet das entsprechende Zubehör bestellt habe um Schmuckanhänger herzustellen. Bestellt habe ich Epoxidharz und Härter sowie Silikonformen, die es in Sets zu kaufen gibt.


Die restlichen Arbeitsmittel hatte ich schon zuhause:

  • Alte Joghurtbecher und Holzstäbchen zum Anrühren

  • Eine digitale Waage

  • Handschuhe

  • Tortenhaube

  • Atemschutzmaske

Gießharz: die wichtigsten Vorbereitungsmaßnahmen

  • Arbeite immer an einem gut belüfteten Ort

  • Ziehe dir Arbeitskleidung an - wer schon mal im Wald mit Harz zu tun hatte weiß wie klebrig das Zeug ist

  • Handschuhe sind ein Muss (ich empfehle hier ordentliche Schutzhandschuhe und keine Einweghandschuhe - du wirst sowieso schon viel "Müll" produzieren während deiner Arbeit)

  • Suche dir eine ebene Arbeitsfläche die auch bekleckert werden darf

Außerdem solltest du genau auf die Herstellerangaben zum Mischverhältnis von Harz und Härter achten. Bei meinem Harz steht 100g Harz : 50-55g Härter. Es kommt also tatsächlich aufs Gramm genau an. Tut man dies nicht, kann es passieren, dass das Epoxid nicht richtig austrocknet.


Meine ersten Fehler mit Resin: Ungeduld

Beim Anrühren der klebrigen Masse entstehen viele kleine Bläschen. Das ist völlig normal und die steigen auch wieder an die Oberfläche. Lass die Mischung also eine Weile ruhen (ca. 5-10 Minuten) bevor du mit der Arbeit beginnst. Ich habe gemerkt, dass die Bläschen schneller rausgehen, wenn ich bei wärmeren Temperaturen arbeite.

Für diesen Anhänger habe ich eine zylindrische Silikonform verwendet und sie mit Pfauenfeder befüllt. In der Mischung waren noch einige Luftbläschen aber ich dachte mir "ach, die steigen bestimmt auf". Nein, das tun sie nicht. Lieber warten, denn in diesen kleinen Silikonformen bewegt sich nach dem Eingießen relativ wenig.


Mein zweiter Fehler mit Resin: Ungeduld

Ja, ich muss nochmal betonen wie wichtig es ist Zeit mitzubringen beim Arbeiten mit Gießharz.

In diesem Beispiel war es die Ungeduld nach dem Eingießen, die mich einige Anhänger gekostet hat. Ich hatte mir mit einem Motivstanzer kleine Schmetterlinge aus Laub geschnitten und diese ins Harz gelegt. Ich empfehle hierfür eine kleine Menge schon mal in die Form zu gießen, es 10 Minuten stehen zu lassen und erst dann den Gegenstand drauf zu legen. Dann eine weitere Schicht Epoxid drüber gießen, um sicher zu gehen, dass das Motiv auch schön in der Masse liegt, nicht aufschwimmt und sich auch nicht aufrollt wie hier.

Du hast ungefähr eine Stunde Zeit um "Fehler" zu korrigieren, wenn du merkst, dass irgendwas aufschwimmt, kannst du es mit einem Holzstäbchen wieder runterdrücken. Das geht aber nur solange die Masse noch nicht zu klebrig ist, sonst bringst du eventuell neue Luftbläschen wieder rein, die sich nur schwer entfernen lassen.

Luftbläschen bei flacheren Formen lassen sich übrigens wunderbar mit einer Stecknadel zerplatzen. Mit der Nadel kannst du auch kleine Fussel oder Krümel entfernen, die da nicht sein sollten.



Noch einige Tipps von einer Gießharz-Anfängerin

  • Den Joghurtbecher zum Anrühren einfach antrocknen lassen, du kannst ihn wiederverwenden

  • Der Holzstab zu Anrühren ebenfalls, er ist dann sogar schön beschichtet und so kommen auch keine Holzsplitter ins Resin

  • Keine fusseligen Kleider tragen: ich hatte einen gemütlichen Wollpullover während der Arbeit an und in einige Anhängern einzelne Faser für die Ewigkeit mit eingefasst

  • Die Fläche sollte wirklich eben sein, sonst läuft dir die Masse davon

  • Dein Resinschmuck an einem warmen Ort trocknen lassen. Ich hatte einige Anhänger in der Garage gelassen und sie waren nach zwei Tage noch immer weich. In der Wohnung waren sie nach 36 Stunden hart

Die Ergebnisse dieser Bastelaktion findet ihr in meinem nächsten Beitrag.

595 Ansichten