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© 2018 Caroline Filger, Bad Tölz

Übungsbeispiel - Blindes Fühlen -Waldachtsamkeit

Für diese Übung braucht es zwei Personen. Eine Person schließt die Augen (oder bekommt eine Augenbinde umgebunden), die zweite Person führt. Der Sehende sucht sich einen Baum in der Umgebung aus und führt die blinde Person vorsichtig und eventuell über Umwege dort hin. Der Sehende muss vorausschauend laufen um eventuelle Stolperfallen zu vermeiden!


Am auserwähltem Baum angekommen darf sich nun die blinde Person so viel Zeit nehmen wie nötig um sich die Merkmale des Baumes über den Tastsinn einzuprägen. Wie groß ist der Umfang des Stammes? Wie fühlt sich die Rinde an? Ist sie zerfurcht, glatt oder auch moosbedeckt? Fühlt sich der Baum warm oder kühl an?

Wenn die blinde Person fertig ist, wird sie (wieder über Umwege) zum Ausgangspunkt zurückgeführt und die Augen dürfen geöffnet werden (oder Augenbinde entfernt).

Nun soll die blinde Person den Baum wieder finden, der ertastet wurde. Danach dürfen die Rollen getauscht werden.


Es gehört Vertrauen zu dieser Übung, der Blinde stellt sich womöglich die Frage: wird mich der Sehende auch wirklich so sicher führen, dass mir nichts passiert?


Vor allem ist es spannend zu erleben wie sich durch den Verlust des einen Sinns plötzlich andere Verstärken. Die taktile Wahrnehmung wird geschärft und eventuell achten wir auch mehr darauf was unser Gehör uns zu dem Untergrund sagt auf dem wir laufen. Zu welchem Baum wird mich mein Partner wohl führen und wieso ausgerechnet dieser?


Das alles macht diese Übung zu einer spannenden Partnerübung die fast überall durchgeführt werden kann.