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© 2018 Caroline Filger, Bad Tölz

Waldbaden und Waldachtsamkeit - eine Definition

Aktualisiert: 31. Okt 2018


Der aus Japan stammende Begriff "Waldbaden" ist auch bekannt unter dem Namen "Shinrin-Yoku", der soviel bedeutet wie "die Atmosphäre des Waldes aufnehmen" oder "im Wald baden". Es mag etwas befremdlich klingen, jedoch wenn wir es uns genauer überlegen, hat der Wald doch eine besondere Anziehungskraft, die wir alle schon mal gespürt haben.


Kein anderer Ort wird deutschlandweit so intensiv als Erholungsraum genutzt wie der Wald. Für Spaziergänge, zum Radfahren, Joggen uvm. Zum Glück haben wir in Deutschland so viel Wald (ca. 11 Millionen Hektar - etwa 31% der Gesamtfläche). Außerdem, im Gegensatz zu anderen Ländern wo die Wälder in Privatbesitz und unzugänglich sind, haben wir in Deutschland das Recht den Wald zu betreten. So steht es im Landeswaldgesetz (§37: "Jeder darf den Wald zum Zwecke der Erholung betreten"). ¹

Das Waldbaden umfasst Mediationen, Achtsamkeits-, und Atemübungen und kann auch Yoga- oder Qi-Gong-Übungen beinhalten uvm.


Ich verwende lieber den Begriff "Waldachtsamkeitstraining" denn ich finde es etwas handfester. Meinen Fokus lege ich auf Methoden und Übungen aus der Waldpädagogik. Diese sind sie vielseitig anwendbar, sowohl für Kinder als auch abgewandelt und mit mehr Reflexion für Erwachsene. Wir "trainieren" unsere Aufmerksamkeit, üben uns dadurch in in einer achtsamen Haltung und profitieren von den anregenden Nebenwirkungen die wir nicht erzwingen können, sie passieren einfach.


Wir nutzen den Wald als Raum um diese Übungen auszuführen, wobei wir keinen Sport machen und die Trainings auch keine Naturführungen darstellen. Meine Trainings sind ein aktives und dennoch absichtsloses Erkunden und Entdecken der Natur. Dabei kommt das passive Eintauchen in der Natur auch nicht zu kurz, denn nur so, können wir richtig abschalten und uns für eine gewisse Zeit aus unserem Alltag ausklinken.


Wie läuft so ein Waldachtsamkeitstraining ab? Das beschreibe ich euch in einem weiteren Blogbeitrag.



¹ Quelle: Handbuch der waldbezogenen Umweltbildung. Waldpädagogik, Teil 1, Theorie. Eberhard Bolay, Berthold Reichle.